Aylin Halama nominiert für Tischtennis Ranglistenturnier

Vier Jugendliche des ATSV Habenhausen haben am Verbandsranglistenturnier der Jugend in Bremen in der Halle des SV Werder Bremen in der Hemelinger Straße teilgenommen. Es wurde nur Einzel gespielt. Die Jungen starteten alle bei den Jungen 15 mit folgendem Ergebnis: Johann Friedrich Pilster erkämpfte sich einen hervorragenden zweiten Platz, Luca Nguyen Quoc erreichte einen guten sechsten Platz und Dennis Wecker belegte Platz 9. Die Schülerin Aylin Halama wurde aufgrund ihres Turniererfolges nominiert für das NTTV (Norddeutscher Tischtennis Verband) Ranglistenturnier Jugend 13/Jugend 11, das Ende September in Hamburg ausgetragen wird.

Die beiden Jugendmannschaften sind in der Stadtliga Jungen 19 sowie der Bremen-Liga Jungen 15 jeweils mit einem Sieg sehr gut in die neue Saison gestartet.

Die Damen um Mandy Ehrlicher konnten in der Tischtennis Bezirksliga OHZ/VER/HB bereits ihren zweiten Sieg einfahren und stehen damit aktuell an der Tabellenspitze. Nach ihrem 7:3-Sieg gegen den TuS Huchting II gewannen sie auch ihr Spiel gegen die erste Huchtinger Mannschaft mit 8:2. „Ganz wichtig für unseren Erfolg war dabei der Gewinn des hart umkämpften Eingangsdoppels“, bilanziert Ehrlicher.

Die dritte Herrenmannschaft musste in der Tischtennis Bezirksliga OHZ/VER/HB gegen die SG Bremen-Ost e.V. ihre zweite Niederlage hinnehmen. Die SG Bremen-Ost ist Favoritin der Liga, ihr Sieg war daher zu erwarten, zumal Habenhausen mit Ersatz angetreten war. Für Überraschung sorgten aber die Punkte der Habenhauser. Im Doppel mussten sich Aishwarya Bidri und Robert Tapken noch in der Verlängerung des fünften Satzes gegen Andre Nieber und Timo Buhr knapp geschlagen geben. Im Einzel jedoch gelang es Robert Tapken, sich gegen Andre Nieber, einem der besten Spieler der Liga, nach einem hochklassigen fünf-Satz-Match den Siegpunkt zu erkämpfen. Im unteren Paarkreuz sorgte dann Jens Arfmann für ein Habenhauser Highlight bei dieser 2:9-Niederlage. Als Ersatzspieler aus der sechsten Mannschaft errang er gegen Thilo Fritsch einen völlig unerwarteten Punkt. Fritsch fand einfach kein Mittel gegen die unorthodoxe Spielweise von Arfmann. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen steht die Mannschaft im oberen Drittel der Liga.

Für die vierte Mannschaft begann die Saison in der Bremen-Liga mit einem knappen 9:6-Sieg beim TuS Huchting II. Nach einem Start mit 2:1-Punkten für Habenhausen aus den Doppeln waren fast alle Einzel hart umkämpft mit vielen Sätzen, die erst in der Verlängerung entschieden wurden, und vielen Spielen, die erst nach vier oder fünf Sätzen beendet waren. „Wir haben uns den Sieg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erkämpft“, freute sich Mannschaftsführer Uli Bergmann.

Die sechste Mannschaft konnte ihrer Auftaktniederlage in der 3. Kreisliga einen deutlichen 9:1-Sieg gegen den TSV Borgfeld III folgen lassen. Ebenso wie die siebte Mannschaft in der 1. Kreisklasse stehen sie damit im Mittelfeld ihrer Liga.

Heike Groneberg

White Blues beim Tuju-Stars Bundesfinale

Unsere Teilnahme am Bundesfinale der TUJU-Stars 2022 in Forst bei Karlsruhe

Nach  langen Sommerferien und intensiven sowie zusätzlichen Trainingseinheiten ging es für 15 Turnermädchen der White Blues vom ATSV Habenhausen am 09.09.2022 endlich nach Forst bei Karlsruhe zum großen Bundesfinale der Tuju-Stars.

Mit zwei Vereinsbussen, vollgepackt mit Matratzen, Schlafsäcken und allerhand Turnequipment starteten wir die Reise in den Süden der Republik, um unser kleines Bundesland Bremen zu vertreten. Dementsprechend aufregend verlief die Anreise. Nach 8 Stunden Fahrt mit einigen Staus erreichten wir pünktlich den CheckIn in der Schule, in der wir die nächsten zwei Nächte einquartiert waren. Wir erhielten die“ Luxus-Suite“ – den Chemieraum – und verfügten somit über einen zusätzlichen kleinen Lagerraum- bzw. in diesem Falle Schlafraum. Sonst haben dort eigentlich  nur die Lehrer Zutritt, da dort die Chemie-Experimente und Exponate sowie Otto -das Skelett- gelagert werden. Gut für die Gruppe, die Betreuer und Busfahrer (in Personalunion) hatten somit ihr „eigenes Reich“ und waren zudem gut von Otto beschützt.

Ohne Mampf, kein Kampf – unter diesem Motto wurden riesige Pizzen zum Abendessen in die Schule bestellt, leider mit entsprechend langen Wartezeiten. Forst ist eine Kleinstadt und nicht unbedingt dafür ausgelegt, dass über  600 zusätzliche Personen essentechnisch versorgt werden können. Insofern war die ganze Stadt damit beschäftigt, diese logistische Herausforderung insbesondere am Samstag und Sonntag zu stemmen.

Währenddessen wurden Bettenburgen gebaut, sich mit der Schule vertraut gemacht und die Ankunft der anderen Mannschaften beäugt. Es konnte bereits an dem Abend festgestellt werden, dass wir mit 15 Mädchen die kleinste Gruppe waren. Die anderen 20 Gruppen waren teils 3fach so groß an Man-Power und auch geschlechtergemischt!

Deutlich nach Mitternacht fielen alle in einen mehr oder weniger erholsamen Schlaf, um am Morgen, dem Finaltag, um 07.00 Uhr mit „Guten Morgen Sonnenschein“ geweckt zu werden. Mit ansteigendem Adrenalin kamen doch alle schnell aus ihren Betten, denn es mussten 15 x Haare gemacht werden, die Kostüme angezogen  und geschminkt werden (war diesmal tatsächlich Pflicht).

Frühstück gab es in der Veranstaltungshalle und dann gab es fast pünktlich die Stellprobe am Vormittag. Dabei bekamen die Mädels einen Vorgeschmack, gegen welch megaharte Konkurrenz sie antreten würden. Wer beim Landesfinale am 02. Juli 2022 hier in Bremen dabei war, der kann sich an die Oldenburger Starlights erinnern – in etwa dieser Liga bewegten sich auch die anderen Gruppen.

Erwähnt werden muss an dieser Stelle, dass die Mannschaften der Konkurrenz aus dem Showbereich kommen. Es handelt sich dabei ausnahmslos um Show- und Akrobatikgruppen, die mit einem anderen Trainingsziel starten und teils zwischen 4 bis 8 Stunden unter der Woche bzw. am Wochenende in Regelmäßigkeit trainieren.

Und genau das war es, was unsere Mädchen aus Bremen ausgemacht hat: Mit ihrem grenzenlosen Mut und einer Bescheidenheit haben sie in der Qualifikation eine ihrer besten Performance hingelegt, die ihresgleichen sucht! Eigentlich sind unsere Mädels ja Geräteturnerinnen und starten bei Wettkämpfen normalerweise einzeln an den Geräten Sprung, Boden, Reck und Balken mit gerade einmal 2 Stunden Training pro Woche – im Mai hatten unsere Mädchen gerade noch einen Einzelwettkampf im Turnen bestritten. Welch großartige Leistung also, hier in der Formation anzutreten! Als Trainerin und ich denke auch für die mitgereisten Eltern und Fanclub sind wir daher vor Stolz beinah geplatzt.

So hat es zwar erwartungsgemäß nicht für einen Platz unter die ersten 10 gereicht, aber mit dem Ziel sind wir zum Glück auch nicht gestartet – wir wollten teilnehmen  und endlich ein GEMEINSAMES Erlebnis haben! Nach 2,5 Jahren Training für ein Event, das coronabedingt stets und ständig verschoben wurde, war es für alle schwer, sich immer wieder zu motivieren und unser reguläres Training hinten an zu stellen.

Belohnt wurden die Mädchen mit einer unvergesslichen Fahrt bzw. einem unvergessenem Wochenende, bei dem sie gemeinsam in ihrer Gruppe waren, bei dem  Spaß, Freude, Aufregung und Lachen im Vordergrund standen.  Geplant war nach unserem Auftritt noch ein Ausflug ins nahegelegene Frankreich, um einen Crepé oder ein Croissant zu genießen, allerdings waren am späten Nachmittag/frühen Abend doch alle einfach viel zu kaputt, um noch irgendwo hinzufahren. Umso entspannter haben wir uns das Finale der besten acht Mannschaften über den Livestream in unserem 5-Sterne-Zimmer angesehen, –  wir waren sogar zu kaputt, um nochmals in die Veranstaltungshalle zu gehen, um die Show in live zu verfolgen.

Genau diese Entscheidung sollte belohnt werden. Ein Highlight war der spontan inszenierte Flashmob durch eine Teilnehmergruppe im Foyer der Schule,  in der wir untergebracht waren, bei dem ausnahmslos alle unsere Mädchen mitgemacht haben und bis weit nach Mitternacht mit allen Teilnehmergruppen getanzt wurde und man in den Austausch kam.

Nach einer kurzen Nacht und reichlich müde wurden am Sonntag die Busse beladen und die Rückfahrt angetreten. War es auf dem Hinweg noch sehr laut und der Bus mit Lachen erfüllt, wurde die Rückfahrt fast verschlafen. Müde, erschöpft, aber vor allem ohne große Verletzungen sind alle Mädels am Nachmittag wieder in Bremen gelandet.

Ein Dank an dieser Stelle unserer aktuellen Abteilungsleitung Turnen und Vorstandsvorsitzenden Svobo und unserer Geschäftsstelle (Sabine und Corinna), zu denen ich teils eine Standleitung aufmachen konnte, für die Hilfe bei der doch sehr mühevollen Orga im Meldeverfahren und für die Bereitstellung der Busse.

Danke an Steffi, die den Mut hatte, als Busfahrerin einzuspringen, um den zweiten Bus zu fahren. Und danke an unseren kleinen Fanclub –Julia & Sam sowie Kerstin-, die beim Auftritt für alle in  Bremen Gebliebenen mitgejubelt haben.

Christin Loroff

Fehlstart in der Oberliga

MB1: Fehlstart in der Oberliga

 

Ohne Zweifel: Den Start in die niedersachsenweiten Oberliga hatte man sich doch etwas anders erhofft. Klar, im ersten Spiel, auswärts gegen den Mitfavoriten MTV Braunschweig, war nicht mit einem Überraschungscoup zu rechnen. Aber mit 18-36 fiel die Gewöhnung an die rauhe Oberligaluft doch recht deutlich aus. Beim Heimdebüt dann gegen Northeim sollte es besser werden. Doch es folgte mit 19-20 eine zwar unglückliche, letztlich aber verdiente Niederlage.

Die Anfangsphase war auf beiden Seiten von großer Nervosität geprägt. Aufgrund vieler technischer Fehler und einer schlechten Trefferquote ließ das erste Tor der Partie 8 Minuten auf sich warten. Es folgte ein stets knappes Spiel mit permanent wechselnden Führungen, bei der sich zu keiner Zeit eine der beiden Mannschaften absetzen konnte.

In der dramatischen Schlussphase – nachdem der ATSV eine kritische Phase (doppelte Unterzahl und rote Karte gegen Kaan Jokisch) überstanden hatte – konnten die Habenhauser Jungs mit 18-17 erneut in Führung gehen. Es schien so, als könne das Team dieses Spiel irgendwie nach Hause schaukeln. Doch es kam anders: Überhastete Abschlüsse und auch Unkonzentriertheiten in der Abwehr folgten, und 20 Sekunden vor Schluss fiel der Siegtreffer für den Gast aus Südniedersachsen.

Sicher, die Jungs müssen sich nach der tollen Qualifikation und dem erfolgreichen Turnier in Dänemark erst an das dauerhaft hohe Oberliganiveau gewöhnen. Aber man wird wohl etwas  Geduld brauchen, um an diese Leistungen anknüpfen zu können – spielerisch, aber auch mental und körperlich wirkt das Team nicht auf der Höhe. Wichtig wird auch sein, wieder variabler zu spielen und das Spiel nicht zu stark auf den Topscorer Justus Jordan auszurichten. Alle Rückraumpositionen müssen  – wie in der Quali – Gefahr entwickeln können. Und vor allem auch die Außenspieler müssen aktiv eingebunden werden. Dass die Jungs das können, haben sie schon bewiesen – darauf können sie aufbauen.

Am kommenden Wochenende (Sonntag, 14:30 Uhr) geht es dann ins Osnabrücker Land zum TV Bissendorf-Holte – eine Mannschaft, die auch nicht gut in die Saison gestartet ist. Eine schwere Aufgabe, aber die Jungs haben durchaus eine Chance – wenn sie ihr das abrufen, was sie drauf haben. Auf geht’s!

 

MTV-Braunschweig – ATSV: 36-18

Justus Jordan (10), Bjarne Winter (5/2), Daniel Kluve (1), Julian Behnke (1), Vincent Faciejew (1),  Kaan Jokisch, Mats Stahmer, Jannis Kraft, Vincent Gerbershagen, Ole Meents, Lukas Wiedekamp, Louis Stallbaum, Nico Cahnels (Tor), Justin Edeha (Tor)

 

ATSV – Northeimer HC: 19-20

Justus Jordan (8), Kahn Jokisch (3), Dabiel Kluve (2), Bjarne Winter (2/1), Julian Behnke (1), Jannick Uhlhorn (1), Vincent Faciejew (1), Ole Meents, Mats Stahmer, Jannes Kraft, Lukas Wiedekamp, Johannes Damm, Maxi Denk (Tor), Justin Edeha (Tor)

„Der hohe Sieg ist sehr erstaunlich“