3. männliche B-Jugend des ATSV Habenhausen überrascht mit Meistertitel

Die männliche B3 des ATSV Habenhausen blickt auf eine überraschend erfolgreiche Saison zurück. Vor der Spielzeit entstand die Mannschaft eher aus der Not heraus: Trainer Stefan Pingel übernahm die neu zusammengestellte B3, damit zahlreiche Spieler überhaupt eine Mannschaft hatten. Dafür gab er seinen Posten in der B2 ab und erhielt dafür die volle Unterstützung des Vereins. Rückblickend bezeichnet Pingel die Entscheidung, diese Mannschaft zu übernehmen, sogar als die beste Entscheidung seiner bisherigen Trainerzeit in Habenhausen.

Die Mannschaft bestand überwiegend aus Spielern des Jahrgangs 2010 sowie drei Spielern aus dem Jahrgang 2009. Mit Lasse Grötschel und Bo Beißel kamen vor Saisonbeginn zwei weitere Spieler hinzu. Besonders Grötschel entwickelte sich als Kapitän, Torschützenkönig und Führungsspieler schnell zur wichtigsten Säule der Mannschaft. Zur Rückrunde verstärkte zusätzlich Meiko Aufderheide aus der B2 das Team. Die Vorbereitung und Saisonbedingungen waren alles andere als einfach. Die Mannschaft konnte nur einmal pro Woche trainieren und teilte sich die Hallenhälfte häufig noch mit der B4. Zudem verfügte die B3 über keinen eigenen Torwart. Dank der Unterstützung aus der C-Jugend standen jedoch regelmäßig Torhüter zur Verfügung.

Trotz aller Schwierigkeiten startete Habenhausen stark in die Saison. Vor dem ersten Spiel wurde die Mannschaft vom Gegner noch belächelt: „Das ist doch nur die Dritte.“ Doch genau dieses Spiel gewann die B3 auswärts und legte damit den Grundstein für eine außergewöhnliche Saison. Sportlich dominierte die Mannschaft die Regionsoberliga Nord nahezu komplett. Mit ihrer offensiven 1:5-Abwehr war Habenhausen das einzige Team der Liga mit dieser Spielweise und erzielte dadurch viele einfache Tore über Tempogegenstöße. Am Ende stand souverän die Meisterschaft mit 16:2 Punkten. Lediglich das letzte Saisonspiel gegen die HSG Unterweser ging nach staubedingter Anreise und ohne richtiges Aufwärmen verloren – zu diesem Zeitpunkt war der Titel jedoch bereits sicher.

Ein besonderes Highlight war der 76:13-Erfolg in Schwanewede, mit dem die Mannschaft sogar einen Vereinsrekord für den höchsten Sieg aufstellte. Besonders stolz ist das Trainerteam um Stefan Pingel und Co-Trainer Julian Behnke, der zur Rückrunde hinzukam, vor allem auf den starken Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Der Spaß am Handball stand jederzeit im Vordergrund – und genau das machte diese Saison so besonders.