Vom Habenhauser Nachwuchs auf die große Handballbühne
Vincent Faciejew feiert Profidebüt beim THW Kiel – und trifft direkt doppelt
Was für eine Geschichte aus Sicht des ATSV Habenhausen: Unser ehemaliger Jugendspieler Vincent Faciejew hat am vergangenen Mittwoch sein Profidebüt für den THW Kiel gefeiert – und dabei direkt seine ersten beiden Tore im Trikot des deutschen Rekordmeisters erzielt.
Vincent ist ein echtes Habenhauser Eigengewächs. Er wurde beim ATSV ausgebildet und durchlief bei uns sämtliche Jugendmannschaften. Bereits in der vergangenen Saison sollte der damals noch dem jüngeren A-Jugend-Jahrgang angehörende Vincent an den Kader unserer 1. Herren herangeführt werden und erste Erfahrungen im 3.-Liga-Team sammeln. Eine schwere Verletzung verhinderte diesen Schritt jedoch zunächst vollständig.
Zur aktuellen Saison wechselte Vincent zum THW Kiel und spielt dort in der A-Jugend-Bundesliga. Dass sein Weg bereits jetzt bis in den Profikader führen würde, ist eine besondere Entwicklung.
Im Sommer wurde Vincent mit der deutschen U18-Nationalmannschaft Europameister und überzeugte auch dort mit starken Leistungen. Beim THW Kiel wurde der junge Rechtsaußen nun aufgrund personeller Ausfälle erstmals in den Profikader berufen.
Im DHB-Pokal ging es für die Kieler zum Zweitligisten TV Hüttenberg. Der THW setzte sich souverän mit 41:23 durch. Nach 19 Minuten kam Vincent zu seinem ersten Einsatz im Profiteam. Nach 40 Minuten war es dann soweit: Vincent erzielte sein erstes Profitor für den THW Kiel. Nur kurze Zeit später legte er direkt noch einen zweiten Treffer nach. (THW Handball)
Zwei Tore bei seinem Profidebüt – mehr kann man sich für den ersten Auftritt auf dieser Bühne kaum wünschen.
Für uns als ATSV Habenhausen ist dieser Moment allerdings nicht nur wegen der beiden Tore etwas Besonderes. Vincent steht beispielhaft für das, wofür unser „Habenhauser Weg“ steht: junge Talente aus den eigenen Reihen entwickeln, ihnen Perspektiven geben und sie Schritt für Schritt an den Leistungshandball heranführen.
Und Vincent ist dabei nicht das erste Beispiel dafür, dass dieser Weg aus Habenhausen bis in den deutschen Spitzenhandball führen kann.
Mit Miro Schluroff spielt bereits ein weiteres Habenhauser Eigengewächs beim VfL Gummersbach in der Bundesliga und hat sich bis in die deutsche A-Nationalmannschaft entwickelt. Miro begann seine Handballausbildung beim ATSV und steht heute wie kaum ein anderer für den erfolgreichen Weg vom Nachwuchsverein bis auf die große Handballbühne.
Und auch beim THW Kiel gibt es eine besondere Verbindung nach Habenhausen: Uwe Schwenker, langjähriger Spieler, Kapitän und späterer Manager des THW sowie deutscher Nationalspieler und Olympia-Silbermedaillengewinner von 1984, wurde in seiner Jugend beim ATSV Habenhausen trainiert. Sein Vater Hinni Schwenker, nach dem unsere Sporthalle benannt ist, war dabei einer seiner prägenden Trainer.
So reiht sich Vincent in eine bemerkenswerte Tradition ein.
Habenhausen bildet aus. Habenhausen entwickelt. Und manchmal führt dieser Weg ganz nach oben.
Wir freuen uns riesig für Vincent und gratulieren ihm zu seinem ersten Profieinsatz und seinen ersten beiden Toren im Trikot des THW Kiel.
Vincent, wir sind stolz auf dich!
Und natürlich drücken wir weiterhin die Daumen für deinen weiteren Weg.
Einmal Habenhauser – immer Habenhauser.


