Die HSG Delmenhorst II hat beim zuvor ungeschlagenen ATSV Habenhausen II mit einem deutlichen Sieg für Aufsehen gesorgt. Dabei wirkte ein prominenter Rückkehrer mit. Die TS Hoykenkamp verlor dagegen.

Lennart Witt steuerte vier Treffer zum Delmenhorster Sieg in Habenhausen bei.
Foto: Ingo Möllers
Die Handballer der HSG Delmenhorst II haben in der Verbandsliga Nord ein Ausrufezeichen gesetzt: Sie gewannen beim zuvor ungeschlagenen ATSV Habenhausen II mit 41:28 (19:16). Für die TS Hoykenkamp gab es dagegen eine weitere Niederlage: Beim TSV Daverden hieß es 22:27 (10:12).
ATSV Habenhausen II – HSG Delmenhorst II 28:41 (16:19): Die Delmenhorster Oberliga-Reserve hat einen prominenten Zugang dazubekommen: Andre Haake, zuletzt Spielertrainer bei der TS Hoykenkamp, kehrte zu seinem Ex-Verein zurück. In Habenhausen sorgte er dann auch gleich für das 1:0 von der Linksaußenposition. Danach entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Gastgeber ihre Tore vornehmlich über die erste und zweite Welle erzielten.
Nach 17 Minuten führten die Bremer mit 12:9. Als die Gäste wieder herankamen, stellten die Habenhauser auf eine offensivere Abwehr um, was sich im weiteren Spielverlauf noch rächen sollte. Die Delmenhorster spielten nun mit sieben Feldspielern gegen sechs und drehten die Partie. Haake erzielte das 15:15. Anschließend trafen Frederic Oetken, Jörn Janßen und Lennart Witt zur 19:16-Pausenführung.
Nach dem Wechsel ging das taktische Konzert mit Sieben gegen Sechs weiterhin voll auf. Die Delmenhorster Kreisläufer Tobias Schenk und Torge Stilke hatten Platz und markierten ihre Treffer. Da auch die Delmenhorster Abwehr einschließlich Torhüter Kerry Hoppe einen guten Job machte, hatten die Habenhauser nicht mehr den Hauch einer Chance. Nach dem 26:18 durch Tom Winkler traf Tim Coors nach 49 Minuten zum 31:23. Den Schlusspunkt setzte Oetken mit dem 41:28.
Somit holte die HSG-Reserve ihre ersten zwei Punkte der Saison. Zum Auftakt hatte das Team zwar das Derby gegen Hoykenkamp auf dem Feld gewonnen, dabei jedoch einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt. Am grünen Tisch wurden daher die Hoykenkamper zum Sieger erklärt. Im ersten Heimspiel empfängt die Delmenhorster Reserve am kommenden Sonntag die SG Aurich-Marienhafe II (17 Uhr).
TSV Daverden – TS Hoykenkamp 27:22 (12:10): Zwei Punkte haben die Hoykenkamper durch ihren nachträglichen Erfolg über Delmenhorst II nach drei Partien auf dem Konto, doch die ersten erspielten Zähler der Saison lassen weiter auf sich warten. Gegen Daverden verschlief die Turnerschaft in der Langwedeler Sporthalle den Start und geriet mit 0:4 in Rückstand. Nachdem sich die Nervosität etwas gelegt hatte, gestalteten die Gäste das Duell offener. Lian Timmermann verkürzte auf 4:5.
Danach blieben die Hoykenkamper bis zur Pause in Schlagdistanz, doch so richtig zufrieden war Trainer Mike Owsianowski nicht: „Mit unserer 6:0-Abwehr haben wir nicht immer den richtigen Zugriff bekommen, und im Angriff wurden die Vorgaben nicht richtig umgesetzt. Lediglich Luca Neumann auf der Spielmacherposition und Lian Timmermann auf der Halbposition setzten positive Akzente.“ Nach dem 7:9 durch Loris Meyer und dem 9:10 durch Timmermann ging es mit einem 10:12 in die Pause.
Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste. Daverden baute den Vorsprung auf 15:11 aus und ging anschließend über 18:14 und 21:16 mit 24:18 in Front (52.). Danach hatten die Hoykenkamper ihre beste Phase und ließen durch drei Tore in Folge zum 21:24 die Hoffnung auf einen Punktgewinn aufkeimen. Allerdings antworteten die Gastgeber sofort, zogen auf 27:21 davon und sorgten damit für die Vorentscheidung. „27 Gegentore sind nicht zu viel, aber mit nur 22 geworfenen Treffern ist es schwer, Punkte zu holen. Wir müssen die Lehren daraus ziehen und aus dem Rückraum noch torgefährlicher werden“, hielt Owsianowski fest, dessen Team am kommenden Wochenende spielfrei ist.
Quelle: 28.09.2026 Weser-Kurier, von Rolf Behrens



