
Am jüngsten Doppelspieltag gingen die Tischtennis-Herren der SG Aumund-Vegesack leer aus. Das Stadtduell beim ATSV Habenhausen endete 5:9, gegen den Titelanwärter MTV Brackel gab es eine 4:9-Heimniederlage.

Für Maxime Meger, der bei der SAV im oberen Paarkreuz spielt, gab es an diesem Doppelspieltag im Einzel nichts zu holen.
Foto: Christian Kosak
„Das waren drei hammerharte Doppelspieltage. Jetzt gehen wir bis zum 7. November in die Pause und lecken unsere Wunden“, erklärte Arno Seichter, der Mannschaftsführer des Tischtennis-Landesligisten SG Aumund-Vegesack. Drei von möglichen zwölf Punkten hat der Aufsteiger auf der Habenseite, der eine oder andere Zähler mehr hätte es für Arno Seichter zurückblickend schon sein dürfen: „Fünf wären natürlich besser gewesen.“ Um im Kampf um den Klassenerhalt im Geschäft zu bleiben, peilt Seichter mit seinem Team bis zum Ende der Hinrunde (noch drei Spiele) sechs bis sieben Zähler an. Am dritten Doppelspieltag kam keiner hinzu. Das Stadtduell beim ATSV Habenhausen ging mit 5:9 verloren, gegen den Titelanwärter MTV Brackel gab es eine 4:9-Heimniederlage.
ATSV Habenhausen – SG Aumund-Vegesack 9:5: Die Nordbremer überraschten den Gegner und sich selbst mit einer 5:3-Führung. Zu dem von Maxime Meger und Tammo van der Heide gewonnenen zweiten Doppel gesellten sich in der ersten Einzelrunde Siege von Jakob Guzmann (oben), Batuhan Öztürk, Tammo van der Heide (Mitte) und Arno Seichter (unten) hinzu.
Eine Ausgangsposition, die nach Meinung von Arno Seichter sogar noch einen Tick besser hätte sein können: „Das dritte Doppel muss kommen.“ Denn in diesem dritten Doppel standen er und Tobias Burkhardt den beiden ATSV-Ersatzspielern aus der zweiten und dritten Vertretung gegenüber und unterlagen in vier Sätzen. Wäre dieser Punkt verbucht worden, dann wäre auch noch das letzte Einzel von Arno Seichter (in dem er mit 2:0 führte) in die Wertung gekommen und möglicherweise ein Schlussdoppel fällig gewesen.
So aber glich die zweite Einzelrunde einem freien Fall. Jakob Guzmann unterlag im Topspiel dem nach QTTR-Punkten besten Landesliga-Spieler Micha Görler (Seichter: „Eine Granate. Ein kompletter Spieler“) zwar knapp mit 2:3, doch in der Folge gab es für die SAV in vier Spielen nur noch einen Satzgewinn zu notieren. „Jakob war dran. Aber das ist eine wirklich gute Truppe“, erkannte Arno Seichter die Überlegenheit des Kontrahenten an.
SG Aumund-Vegesack – MTV Brackel 4:9: Der Gegner am nächsten Tag war keinen Deut schwächer, aber völlig anders. Titelanwärter Brackel trat mit zwei Legionären an, die für die Punktspiele aus Polen anreisen. Damit sich die Anreise für die vom Vater gefahrenen 19- und 15-jährigen Aleksander und Mikolaj Pilch lohnt, operiert Brackel extrem mit gekoppelten Spieltagen und war am Freitag einmal und am Samstag zweimal (darunter bei der SAV) im Einsatz. Die Ausbeute fiel mit 6:0 Punkten maximal aus.
„Brackel macht genau das, was wir nicht wollen. Wir sind eine Bremer Truppe mit vier Spielern aus Bremen-Nord und zwei aus der Stadt“, erklärte sich Arno Seichter nicht als Freund solcher Projekte. Die sportliche Folge dieser Personalpolitik des MTV Brackel beschreibt der SAV-Spielführer so: „Die sind durchgängig gut besetzt. Da gab es wenig zu holen.“
Umso überraschender war die 2:1-Führung für die SAV nach den Doppeln. Zwar hatten die Pilch-Brüder gegen Tobias Burkhardt/Arno Seichter leichtes Spiel, doch Guzmann/Öztürk (gegen das Brüderpaar Dugaew) und Meger/van der Heide (gegen Hoffmeister/Wotka) gewannen jeweils in vier Sätzen. In den Einzeln verflog der Zauber der 2:1-Führung schnell, in der ersten und zweiten Runde gab es jeweils nur einen Matchgewinn im SAV-Lager zu bejubeln. Tammo van der Heide bewies beim 3:1 gegen Mikolaj Pilch, dass mit ihm in der Mitte immer zu rechnen ist, und Jakob Guzmann entschied das Duell der Einser in fünf Sätzen zu seinen Gunsten: 11:8, 9:11, 6:11, 11:3, 11:9. „Ein wichtiger Sieg für sein Ego“, blickte Arno Seichter über die Partie gegen den MTV Brackel hinaus.
ATSV Habenhausen – SG Aumund-Vegesack 9:5: Pilster/Amrani – Guzmann/Öztürk 3:1 (12:14, 11:7, 11:6, 11:8); Görler/Lüßen – Meger/van der Heide 1:3 (10:12, 8:11, 12:10, 2:11); Brunks/Winkelmann – Burkhardt/Seichter 3:1 (3:11, 12:10, 11:8, 11:9); Görler – Meger 3:0 (11:6, 12:10, 13:11); Pilster – Guzmann 0:3 (8:11, 2:11, 12:14); Amrani – Öztürk 2:3 (7:11, 11:9, 6:11, 11:8, 6:11); Lüßen – van der Heide 1:3 (11:8, 6:11, 7:11, 8:11); Brunks – Seichter 2:3 (6:11, 11:7, 10:12, 13:11, 8:11); Winkelmann – Burkhardt 3:0 (12:10, 12:10, 14:12); Görler – Guzmann 3:2 (11:9, 9:11, 11:3, 6:11, 11:7); Pilster – Meger 3:0 (11:8, 12:10, 11:9); Amrani – van der Heide 3:0 (11:7, 11:7, 11:6); Lüßen – Öztürk 3:1 (11:9, 3:11, 11:6, 11:7); Brunks – Burkhardt 3:0 (11:6, 11:6, 11:5)
SG Aumund-Vegesack – MTV Brackel 4:9: Burkhardt/Seichter – Pilch/Pilch 0:3 (5:11, 6:11, 3:11); Guzmann/Öztürk – Dugaew/Dugaew 3:1 (13:11, 12:14, 11:5, 11:5); Meger/van der Heide – Hoffmeister/Wotka 3:1 (14:12, 5:11, 11:9, 11:8); Guzmann – Aleksander Pilch 1:3 (3:11, 11:8, 6:11, 9:11); Meger – Said-Achmed Dugaew 1:3 (9:11, 9:11, 11:8, 4:11); van der Heide – Mikolaj Pilch 3:1 (11:6, 10:12, 11:9, 11:8); Öztürk – Hoffmeister 2:3 (11:9, 7:11, 14:16, 11:7, 9:11); Burkhardt – Wotka 0:3 (8:11, 5:11, 11:13); Seichter – Said-Magomed Dugaew 0:3 (7:11, 7:11, 5:11); Guzmann – Said-Achmed Dugaew 3:2 (11:8, 9:11, 6:11, 11:3, 11:9); Meger – Aleksander Pilch 0:3 (1:11, 12:14, 7:11); van der Heide – Hoffmeister 1:3 (10:12, 5:11, 11:5, 9:11); Öztürk – Mikolaj Pilch 1:3 (7:11, 11:9, 3:11, 7:11)
Quelle: 06.10.2026 Weser-Kurier, von Jens Pillnick



