Das Ziel rückt näher. Die Mannschaft von Trainer Matthias Ruckh steht nach dem 34:31-Erfolg in Söhre kurz davor, den Klassenerhalt feiern zu können. Es fehlt nur noch eine Winzigkeit.

Als es in die letzten zehn Minuten ging, die man im Sportjargon gerne „Crunchtime“ nennt, hatten es die Bremer Handballer in Söhre endlich geschafft, sich etwas abzusetzen. Sie gingen mit einem Vorsprung von drei Toren in die Crunchtime. Das ließen sich die Spieler des ATSV Habenhausen in der Drittliga-Partie bei den Sportfreunden Söhre dann nicht mehr nehmen. Sie gewann das Auswärtsspiel mit 34:31 – und waren damit einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gegangen.

Zuletzt hatten sie sich selbst im Heimspiel gegen Aurich zwar eine solide und kämpferisch lobenswerte Leistung bescheinigen können, hatten am Ende aber doch verloren. Diesmal belohnten sie sich auch mit Punkten für die Tabelle. Zum ersten Abstiegsplatz in der 3. Liga Nord-West besteht nun ein Abstand von acht Punkten. Heißt konkret: Ein weiterer ATSV-Punkt in den kommenden Spielen – oder ein Bissendorfer Punktverlust – würde bereits den sicheren Klassenerhalt bedeuten.

Rund 20 Minuten hatte es in Söhre gedauert, bis der ATSV erstmals in Führung ging. Von da an konnten sich die Bremer Gäste zwar nie so richtig absetzen, sie ließen Söhre aber auch nie mehr vorbeiziehen. Eine längere Bremer Flaute gab es nicht, die Mannschaft von Trainer Matthias Ruckh blieb stabil. Erneut war die Last des Torewerfens auf viele Schultern verteilt. Gleich zehn Bremer hatten am Ende mit erfolgreichen Abschlüssen zum guten Gelingen beigetragen. „Das war am Ende eine rundum gelungene Leistung bei einem schwierigen Gegner“, sagte Matthias Ruckh.

Die Halle in dem kleinen Ort südlich von Hildesheim war gut gefüllt. Söhre verlor in dieser Saison zwar die Mehrzahl seiner Auswärtsspiele, gewannt aber die Mehrzahl seiner Heimspiele. „Egal, wenn heute mal etwas nicht rund lief oder daneben ging, die Mannschaft hat konstant weitergearbeitet“, lobte der ATSV-Trainer. Und vergab ein besonderes Lob an Torwart Antonio Berdar. Zur zweiten Halbzeit eingewechselt, habe er dem Gegner „viele Bälle weggenommen“. Das habe sehr geholfen. Am kommenden Sonnabend empfängt der ATSV Habenhausen in seiner Hinni-Schwenker-Halle den VfL Eintracht Hagen II (19.30).

ATSV Habenhausen: Wendland, Johannisson, Berdar – Bonnet (2), Ellendt, Grieme (Disqualifikation), Wähmann, Holst (2), Sibahi (2), Brauner (2), L. Schluroff (5), F. Schkuroff (4), Millahn (1), Feller (5), Beyer (6), Mühlenbruch (5)

Geschrieben von Olaf Dorow und am 30.03.2025 im Weser Kurier veröffentlicht

Foto: Nils Conrad